— Smart Building: Definition, Beispiele & die Architektur der Zukunft
Auch in der Architektur- und Designbranche hält die technologische Revolution Einzug: Smart Buildings verbessern unseren Lebensalltag zu Hause und auf der Arbeit.
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Immer mehr Architekten, Ingenieure und Baufirmen arbeiten mit Building Information Modeling (auf Deutsch: Bauwerksdatenmodellierung), besser bekannt unter dem Akronym BIM. Zwar existiert diese Technologie schon seit mehreren Jahrzehnten, doch ihre Nachfrage steigt stetig – getrieben durch wachsende Projektkomplexität, Digitalisierungsdruck und den Wunsch nach mehr Kostensicherheit im Bauwesen.
BIM unterstützt Fachleute aus Architektur, Ingenieur- und Bauwesen dabei, ihre Projekte effizienter und effektiver durchzuführen. In diesem Artikel erklären wir, was BIM bedeutet, wie BIM Modelle funktionieren und was bei der BIM Planung zu beachten ist.
BIM steht für Building Information Modeling – auf Deutsch auch als Bauwerksdatenmodellierung bekannt. Die Methode verändert grundlegend, wie Gebäude geplant, gebaut und betrieben werden.
Es handelt sich bei BIM um eine Arbeitsmethode, die alle Prozesse und Informationsflüsse für das AEC-Projektmanagement (Architecture, Engineering, Construction) umfasst und die Zusammenarbeit aller Beteiligten vereinfacht. So wird die Effizienz bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Gebäuden und deren Infrastruktur gesteigert.
Häufig wird BIM mit 3D-Modellierungssoftware gleichgesetzt, doch BIM kann weit mehr als das: Anstatt nur 3D (Breite, Höhe, Tiefe) deckt es oft zusätzliche Dimensionen ab: 4D (Zeit), 5D (Kosten), 6D (Nachhaltigkeit), 7D (Betrieb), 8D (Sicherheit), 9D (Lean Construction) sowie 10D (Industrialisierung). Deshalb wird das robustere BIM auch als „nD“-Modellierung bezeichnet, da dem Gebäudemodell nahezu unendlich viele Dimensionen hinzugefügt werden können.
Den größten Vorteil von BIM stellen jedoch die Daten dar. Alle gesammelten Daten, von der Planung bis hin zur Fertigstellung, werden nicht nur gespeichert, sondern sind auch in konkrete Maßnahmen umwandelbar. Die Daten unterstützen bei der Optimierung der Projektgenauigkeit, der Gebäudeentwurfsanzeige, beim Wissenstransfer an die Stakeholder, der Minimierung von Änderungsanträgen und der Beseitigung von Koordinierungsproblemen. Darüber hinaus stellt das System wertvolle Informationen über bestehende Gebäude bereit – zum Beispiel für spätere Sanierungsprojekte.
In einem Interview von Autodesk waren sich viele Projekteigentümer über diese Vorteile von BIM einig:
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Die Daten zu allen Komponenten eines Gebäudes – zum Beispiel die verschiedenen Planungsaspekte – werden zentral gespeichert, sodass alle Beteiligten darauf zugreifen und sie nutzen können, um mehr Effektivität zu erreichen. Dadurch verringert sich die Gefahr von Fehlern oder Diskrepanzen, was immense Kosten spart.
Die Daten, die in das Modell einfließen, bestimmen die Planungselemente, das Verhalten und die Beziehungen zwischen den Modellkomponenten. Wird ein Element des Modells geändert, aktualisieren sich jeweils der Schnitt, die Seitenansicht sowie der Grundriss und zeigen die neue Version.
Darüber hinaus lässt sich anhand der BIM-Daten der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes abbilden – von der Planung und dem Fundament bis hin zum Abriss und der Wiederverwendung von Materialien. Räume, Anlagen, Produkte und Abläufe können in einem relativen Maßstab zueinander dargestellt werden. Dank der Konflikterkennung lassen sich Fehler in den einzelnen Entwicklungs- und Bauphasen frühzeitig aufdecken und vermeiden.
Cloud-Technologien können BIM noch leistungsfähiger machen. Unternehmen wollen mehr Aufträge gewinnen, Projekte effizienter abwickeln und bessere Gebäude entwerfen – BIM liefert dafür die digitale Grundlage.
Ein BIM Modell ist ein digitales, dreidimensionales Abbild eines Gebäudes oder Bauwerks, das weit über eine einfache 3D-Visualisierung hinausgeht. Es enthält alle relevanten Informationen zu einem Bauwerk: Geometrie, Materialien, Kosten, Zeitpläne, technische Eigenschaften und Betriebsdaten – alles zentral verknüpft und in Echtzeit aktualisiert.
BIM Modelle unterscheiden sich je nach Planungsphase und Detaillierungsgrad. Der sogenannte Level of Detail (LOD) beschreibt dabei, wie präzise und informationsreich das Modell ist – von einer groben konzeptionellen Darstellung bis hin zum vollständig ausgearbeiteten As-Built-Modell, das den tatsächlich gebauten Zustand dokumentiert.
Im Gegensatz zu klassischen CAD-Zeichnungen sind BIM Modelle intelligent: Jedes Bauteil kennt seine Eigenschaften und seine Beziehungen zu anderen Elementen. Ändert sich ein Bauteil, passen sich alle damit verbundenen Ansichten, Pläne und Kalkulationen automatisch an.
BIM Planung ist mehr als der Einsatz einer bestimmten Software – sie erfordert eine klare Strategie, definierte Prozesse und die Bereitschaft aller Projektbeteiligten zur Zusammenarbeit.
Vor Projektbeginn sollte festgelegt werden, welche Ziele mit BIM erreicht werden sollen – Kostensicherheit, Kollisionsprüfung, Facility Management oder alle zusammen. Das beeinflusst den erforderlichen Detaillierungsgrad und die einzusetzenden Tools.
In einem BIM-Projekt gibt es klare Rollen: den BIM-Manager, BIM-Koordinatoren und die jeweiligen Fachplaner. Ohne klare Zuständigkeiten entstehen Lücken und Fehler im Modell.
Um Kompatibilität zwischen verschiedenen Softwaresystemen zu gewährleisten, empfiehlt sich die Nutzung offener Standards wie IFC (Industry Foundation Classes). Das verhindert Datenverlust beim Austausch zwischen verschiedenen Gewerken.
Ein BIM Modell ist nur so gut wie die Daten, die darin gepflegt werden. Regelmäßige Updates, klare Namenskonventionen und eine einheitliche Modellstruktur sind entscheidend für die Qualität des Gesamtmodells.
Bei e-shelter security nutzen wir BIM, um einen digitalen Zwilling – bestehend aus Grundrissen, Infrastrukturelementen und weiteren Gebäudedaten – der Standorte oder Gebäude unserer Kunden zu erstellen. Hier definieren wir Bereiche wie Räume oder Gänge und fügen die entsprechenden Ressourcen ein: Schreibtische, Sensoren, Akteure.
Durch die Nutzung von BIM können wir verschiedene Funktionen anbieten:
BIM hat viele eindeutige Vorteile und ist aus der modernen Bau- und Gebäudeplanung nicht mehr wegzudenken. Besonders für hochkomplexe Gebäudetypen wie Rechenzentren werden einzelne BIM-Dimensionen unverzichtbar: 3D sorgt angesichts extremer Komplexität und Dichte für ein sauberes Modell, 6D adressiert die kritische Energieeffizienz, und 7D macht Wartung und Verfügbarkeit planbar. Ergänzend schaffen 4D Transparenz in komplexen Bau- und Ausbauphasen und 5D Kontrolle über eine sensible Kostenstruktur.
Ineffizienzen und Verschwendung im Bauwesen lassen sich mit BIM gezielt reduzieren. Wenn alle Beteiligten in einer gemeinsamen BIM-Umgebung zusammenarbeiten, werden viele dieser Probleme eliminiert – und der Grundstein für eine bessere, nachhaltigere Zukunft des Bauens gelegt.
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